Jörg Kachelmann will jetzt um seine verlorene Ehre kämpfen

Hamburg. Der vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochene Fernsehmoderator Jörg Kachelmann schreibt an einem Buch. "Es soll den Titel ,Mannheim' tragen, Mannheim als Sinnbild des Elends", sagte der 52-Jährige der Wochenzeitung "Die Zeit". Das Buch sei sein Versuch, sich "in den Kampf gegen die Leute zu begeben, die mich in den Knast bringen wollten".

Dass er freigesprochen werde, habe er erst geglaubt, als der Richter es gesagt habe. Kachelmann räumte jedoch auch persönliche Fehler ein: "Ich weiß, ich habe mich mies benommen. Ich habe Menschen verarscht. Es gibt keine Entschuldigung dafür." Aber das, was die Nebenklägerin mit ihm gemacht habe mit dem Vorwurf der Vergewaltigung, "das ist keine Verarsche. Das ist kriminell. Es gab keine Gewalt in meinem Leben."

Unterdessen will der Burda-Verlag Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn zur Abgabe einer Unterlassungserklärung auffordern und diese gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Schwenn sagte der Zeitung auf Anfrage, er freue sich auf Philipp Weltes Glaubhaftmachung.

Schwenn hatte in der Talkshow "Markus Lanz" dem Burda-Vorstand vorgeworfen, "jeden deutschen Chefredakteur von Bedeutung angerufen und versucht zu haben, ihn für eine negative Berichterstattung gegen Kachelmann zu gewinnen.