Mindestens 40 Tote nach Großbrand in Israel

Tel Aviv/Haifa. Bei einem der schlimmsten Großbrände in der Geschichte Israels sind nahe der Hafenstadt Haifa mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Bei den meisten Toten handelt es sich um Wärter eines Gefängnisses für palästinensische Häftlinge. Die Männer waren auf dem Weg zu einem Lehrgang. Bei dem Versuch, der Gefahr zu entkommen, seien sie mit dem Bus direkt in die Flammenwand gefahren, sagte ein Sprecher.

Mehr als 500 Gefangene sollten vor dem Feuer in Sicherheit gebracht werden. "Das ist eine Katastrophe von nie dagewesenem Ausmaß", sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Das Feuer war im Karmel-Gebirge bei Haifa ausgebrochen und völlig außer Kontrolle geraten. Die meterhohe Feuerwalze zeichnete sich deutlich am Abendhimmel ab.

Angefacht von Mittelmeerwinden fraßen sich die Flammen rasch durch die ausgetrockneten Wälder. Die Polizei evakuierte einen Kibbuz und ein Hotel. Die Universität von Haifa ließ ihre Gebäude ebenfalls räumen. Israel leidet unter einer Hitzewelle. Es hat seit Monaten nicht geregnet. Nach ersten Ermittlungen brach das Feuer auf einer illegalen Müllkippe aus.