Passagiere besetzen verspätete Ryanair-Maschine

Brüssel. Mit einem Sitzprotest haben mehr als 100 Passagiere der Billiglinie Ryanair ihrem Ärger über die Umleitung ihres Fliegers auf einen anderen Flughafen Luft gemacht. Aus Frust darüber, dass ihre Maschine wegen einer Verspätung vom marokkanischen Fes aus nicht im französischen Beauvais bei Paris landen konnte, blieben die Passagiere nach der Landung im belgischen Lüttich einfach sitzen. Erst nach vierstündigen Verhandlungen verließen sie die Maschine.

Die Crew hatte die aufgebrachten Fluggäste schon Stunden zuvor im dunklen Passagierraum ohne Getränke und mit verschlossenen Toiletten zurückgelassen. Trotzdem blieben auch Familien mit kleinen Kindern weiter an Bord. Der Geschäftsmann Reda Yahiyaoui, der mit seiner Familie unterwegs war, sagte, die Piloten hätten beim Verlassen der Maschine die Tür zum Cockpit demonstrativ offen gelassen. Schließlich konnten die Fluggäste doch überzeugt werden, in einen Bus umzusteigen, der sie nach Beauvais brachte. Ein Ryanair-Sprecher konnte den Frust nicht verstehen. Der Flughafen von Beauvais sei wegen Nebels geschlossen worden, daher hätten alle Flüge umgeleitet werden müssen.