Krater wird zehn Tage lang aufgefüllt

Lkw schütten in Thüringen Tag und Nacht Kies in das 20 Meter tiefe Erdloch

Schmalkalden. Der gewaltige Erdkrater in Schmalkalden (Thüringen) kann innerhalb von zehn Tagen mit Kies gefüllt und gesichert werden. Diese Prognose wagte gestern der Landrat des Kreises Schmalkalden-Meiningen, Ralf Luther. Innerhalb weniger Stunden seien schon mehr als 25 Lkw-Ladungen in den Trichter geschüttet worden. "Das geht wie ein Uhrwerk."

Zwei Bagger sind im Einsatz, darunter einer mit einem 18,5 Meter langen Greifarm. Im Umfeld soll ein Frühwarnsystem installiert werden, das mögliche Erdbewegungen signalisiert.

Zum Füllen des 20 Meter tiefen Kraters in Schmalkalden mitten in einem Wohngebiet, der sich in der Nacht zu Montag aufgetan hatte, werden nach Schätzung von Fachleuten etwa 40 000 Tonnen Kies benötigt. Das seien etwa 2000 Lkw-Ladungen.

Sechs Laster bringen den Kies seit gestern 7 Uhr aus einer knapp zwölf Kilometer entfernten Grube zur Unglücksstelle. Bis zum Schichtwechsel am Abend könnten 1500 Tonnen Steine im Loch sein, schätzte Luther. Nachts soll die Transport-Frequenz wahrscheinlich noch erhöht werden.

( (dpa) )