Berliner verzeihen am ehesten Seitensprung des Partners

Stuttgart. Ältere drücken eher ein Auge zu, wenn der Partner fremdgeht, ergab eine Emnid-Umfrage. Demnach würden 74 Prozent der unter 30-Jährigen einem untreuen Partner den Laufpass geben - aber nur 39 Prozent der über 60-Jährigen. Insgesamt ist es für jeden zweiten Deutschen (52 Prozent) ein Trennungsgrund, wenn der Partner eine Affäre hat. Frauen sind dabei strenger als Männer: 55 Prozent der Befragten würden ihren Partner verlassen, wenn er sie betrügt. Von den Männern sagen das nur 49 Prozent.

Je nach Region empfinden die Deutschen eine Affäre des Partners als mehr oder weniger schlimm. Am tolerantesten sind die Berliner: Nur 38 Prozent von ihnen würden Schluss machen, wenn der Partner ein Verhältnis hätte. Besonders empfindlich reagieren darauf die Menschen in der Region Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt: Für 60 Prozent von ihnen bedeutet Fremdgehen das Aus für die Beziehung.

Dagegen ist es nur für wenige ein Liebestöter, wenn der Partner im Laufe der Beziehung deutlich zunimmt. Nur sieben Prozent der Frauen würden die Beziehung dann beenden - selbst wenn der Mann um 50 Kilogramm zulegen sollte. Männer achten etwas mehr auf das Gewicht der Partnerin: Für 17 Prozent ist es ein Trennungsgrund, wenn die Frau derart zunimmt.