Kinder verschütteter Kumpel werden in der Wüste unterrichtet

Santiago de Chile. Für die Kinder der in einer chilenischen Mine verschütteten 33 Bergleute ist eine Behelfsschule eingerichtet worden. Bildungsminister Joaquín Lavín weihte den Klassenraum gestern bei der Mine San José in der Atacama-Wüste ein. Dort sollen insgesamt acht Kinder, die mit ihren Müttern seit mehr als sieben Wochen in dem Zeltlager Esperanza (Hoffnung) bei der Mine campieren, unterrichtet werden.

Sie warten wie alle anderen Angehörigen sehnsüchtig darauf, dass die in 700 Meter Tiefe seit dem Einsturz eines Stollens am 5. August verschütteten Männer befreit werden. Unterdessen kamen die Bohrarbeiten für Rettungsschächte weiter gut voran. Die Regierung betonte jedoch erneut, die Bergleute könnten erst Anfang November an die Oberfläche gezogen werden.