Defektes Messgerät löst Alarm beim Kölner U-Bahn-Bau aus

Köln. Aus einem Bauloch an der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs am Waidmarkt hat die Feuerwehr Millionen Liter Wasser abpumpen müssen, um ein Messgerät zu überprüfen. Die Stadtverwaltung bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht von "Spiegel Online".

Demnach hatte in der gefluteten Grube ein elektronisches Messgerät Alarm geschlagen, das Bewegungen des U-Bahn-Bauwerks registriert. Das Gerät wird eingesetzt, um zu kontrollieren, ob sich Bauteile verschieben und Spalten zwischen den Seitenwänden und der Betondecke des Bauwerks entstehen. Geschieht dies, könnte es dramatische Folgen nach sich ziehen - und im Extremfall zum Einsturz der Deckenkonstruktion führen.

In der vergangenen Woche habe das Instrument verwirrende Daten geliefert, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Da es sich aber rund zehn Meter tief im Grundwasser befand, habe die Feuerwehr am Mittwoch das Wasser abpumpen müssen, um das Gerät zu erreichen. Es wurde inzwischen ausgetauscht und zur Sicherheit ein zweites Kontrollgerät installiert. Derzeit werde geprüft, ob die neue Messstation einwandfrei arbeitet.

In unmittelbarer Nähe des U-Bahn-Baus war 3. März 2009 in Köln das Stadtarchiv eingestürzt, nachdem das Erdreich nachgegeben hatte. Die unterirdischen Bauten des neuen U-Bahnhofs werden seither an verschiedenen Messpunkten auf Bewegungen von Decke und Wänden überwacht.