Vulkan schlägt 18 000 Menschen auf Sumatra in die Flucht

Jakarta. Vier Jahrhunderte schlief der Sinabung, gestern brach der Vulkan mit einem Schlag aus. Feuer, Lava, Asche - mehr als 18 000 Menschen verließen Hals über Kopf ihre Dörfer im Norden der Insel Sumatra. Mindestens zwei Menschen starben.

Kilometerhoch stand die Säule aus Rauch und Asche über dem Sinabung. Die Behörden riefen die höchste Alarmstufe aus. Augenzeugen berichteten, die glühendheiße Lava sei aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen gewesen - auch in der Urlaubsregion Berastagi im Norden der Insel. Vulkanasche aus dem 2451 Meter hohen Feuerberg habe die Provinzhauptstadt Medan erreicht. Nach Auskunft eines Meteorologen hat die Eruption den Flugverkehr bislang aber nicht beeinträchtigt. "Um Mitternacht gab es einen starken Schlag - man vermutet ein vulkanisches Erdbeben", sagte der Rot-Kreuz-Nothelfer Muhammad Irsal. "Kurz darauf sahen wir Lava vom Gipfel des Sinabung herunterlaufen und Feuer verbrannte den Wald am Fuße des Berges."