Spaniens Stierkampf-Anhänger gehen in die Offensive

Madrid. Nach dem Beschluss zur Abschaffung des Stierkampfes in Katalonien gehen die Anhänger der "Corrida" zum Angriff über. Die konservative Volkspartei , die den Brauch als nationales Kulturerbe betrachtet, wird vermutlich schon in der kommenden Woche im spanischen Parlament einen Gesetzesantrag einreichen.

Ziel ist es, den Stierkampf zu einer Staatsangelegenheit zu erklären, über die allein die Zentralregierung in Madrid entscheiden könne. Die sozialistische Regierung erklärte zwar, eine Duldung des Stierkampfes sei ihr lieber als ein Verbot. Aber ob sie es wagen würde, eine Entscheidung des katalanischen Parlaments aufzuheben, ist fraglich.

Die Abgeordneten in Barcelona hatten beschlossen, den Stierkampf in Spaniens wirtschaftsstärkster Region vom 1. Januar 2012 an abzuschaffen.