US-Flugkapitän dreht durch und wird von Passagieren überwältigt

Washington. Er schrie: "Irak, al-Qaida, wir werden alle sterben!" Nach seinem mehr als seltsamen Verhalten an Bord einer US-Passagiermaschine muss der Pilot nun mit juristischen Folgen rechnen. Die Staatsanwaltschaft in Washington klagte den Flugkapitän wegen der "Störung der Besatzung" an. Es drohen ihm eine Gefängnisstrafe von 20 Jahren sowie 250 000 Dollar (187 650 Euro) Bußgeld. Der 49-Jährige war auf einem Flug von New York nach Las Vegas ausgeflippt und hatte unter den Passagieren Angst und Schrecken verbreitet und eine Notlandung erzwungen.

Zunächst musste sein Kopilot den anscheinend verwirrten Mann aus dem Cockpit aussperren, weil dieser bizarre Äußerungen über Religion und andere Themen gemacht und erklärt hatte, dass das Flugzeug sein Ziel nicht erreichen werde. Zudem schrie er die Bodenkontrolle über Funk an, forderte sie auf, still zu sein. Als er dann von außen gegen die Cockpittür hämmerte, forderte der Kopilot über die Sprechanlage dazu auf, den Mann ruhigzustellen. Passagiere überwältigten ihn. Die Maschine der Fluglinie JetBlue wurde schließlich sicher vom Kopiloten und einem mitreisenden Piloten, der dienstfrei hatte, in Amarillo (Texas) gelandet. Der Flugkapitän kam in ein Krankenhaus.

( (dpa) )