Belgien

Imam bei Brandanschlag auf Moschee von Anderlecht getötet

Bei einem Brandanschlag auf eine Moschee in Brüssel ist der Imam der Gemeinde ums Leben gekommen. Der Geistliche starb an einer Rauchvergiftung.

Brüssel. Bei einem Brandanschlag auf eine Moschee im belgischen Anderlecht ist am Montagabend der Imam ums Leben gekommen. Ein nach eigenen Angaben 1978 geborener Muslim sei als mutmaßlicher Täter festgenommen worden, sagte der Sprecher der Brüssler Staatsanwaltschaft, Jean-Marc Meilleur. Nach Angaben von Augenzeugen stammt der Täter aus einer Gruppierung muslimischer Salafisten. Eine zweite Person sei leicht verletzt worden.

Der Name und das Alter des Verdächtigen seien noch nicht bestätigt, da der Mann keine Ausweispapiere bei sich getragen habe, sagte Meilleur. "Es sieht so aus, als sei diese Person aufgetaucht, habe ein Messer und eine Axt hervorgezogen und etwas Brennbares - wir nehmen an Benzin - versprüht, um ein Feuer zu legen und die Menschen in der Moschee in Gefahr zu bringen", sagte Meilleur.

Besucher des Gottesdienstes hätten den Verdächtigen nach dem Angriff zwischen 18.00 und 19.00 Uhr bereits vor Eintreffen der Behörden in einem Raum der Moschee festgesetzt, sagte Meilleur. Nach weiteren Verdächtigen werde nicht gefahndet, sagte Polizeisprecherin Marie Verbeck.

Die Zeitung "Le Soir" meldete am Montagabend in ihrer Onlineausgabe, ein Mann habe sich während des Gebetes mit einer Axt Zugang zu dem Gotteshaus verschafft und mehrere Brandsätze geworfen. Der 47-Jährige Imam habe dann bei dem Versuch, das Feuer zu löschen, tödliche Verletzungen erlitten.