Murmeltier Phil sagt sechs Wochen mehr Winter voraus

Washington. Murmeltier Phil verheißt nichts Gutes: Der Schatten des kleinen Nagers in Punxsutawney (Bundesstaat Pennsylvania) wies gestern auf sechs Wochen mehr Winter hin. Denn wie jedes Jahr am 2. Februar, dem traditionellen "Groundhog Day" (Murmeltiertag), diente das Pelztier als Wetterfrosch. Nachdem Phil im vergangenen Jahr ein baldiges Winterende prophezeit hatte, verkündete er jetzt, dass der Frühling noch eine Weile auf sich warten lassen wird. Der "Groundhog Day" geht zurück auf deutsche Siedler. Die Einwanderer glaubten, dass ein aus dem Winterschlaf erwachendes Murmeltier an Maria Lichtmess, exakt 40 Tage nach Weihnachten, das Wetter vorhersage. Sieht der Nager seinen Schatten, müssen sich die Menschen auf sechs weitere kalte Wochen einstellen. Sieht er ihn nicht, weil der Himmel bewölkt ist, dann liegt Frühling in der Luft. Tierschützer finden das Ritual gar nicht gut. Sie bemängeln, dass Phil rücksichtslos aus dem Schlaf gerissen werde.

( (dpa) )