Sonnensturm sorgt für ungewöhnlich schöne Polarlichter

Berlin. Der stärkste Sonnensturm seit 2003 hat wohl keine Schäden verursacht. Auffälligste Auswirkung seien außergewöhnlich schöne Polarlichter gewesen, sagte der Leiter des Bereichs Weltraumwetter der Europäischen Raumfahrtbehörde, Juha-Pekka Luntama. "Die Stürme vom Dienstag waren ein klares Zeichen, dass die Sonne aktiver wird." Luntama rechnet für Mitte 2013 mit einem Maximum der Sonnenaktivität. Aus ihren Außenschichten werden dann besonders oft große Gaswolken ins All geschleudert.

Die hohe Sonnenaktivität habe zu zwei Stürmen geführt. "Der erste, der Protonensturm, war stark und dauerte recht lange an", sagte Luntama. Satelliten seien aber nicht gestört worden. Es folgte ein geomagnetischer Sturm. Dieser war für die Polarlichter verantwortlich, die sogar über südlichen Regionen wie England zu sehen waren. Der britische Astronom John Mason sagte, es seien die schönsten Nordlichter gewesen, die er in 40 Jahren gesehen habe.

Die Verschiebung dieser Erscheinungen deute darauf hin, dass der Sturm Auswirkungen auf das Magnetfeld der Erde gehabt habe, erklärte Luntama. Normalerweise sind die Nordlichter wegen des gebogenen Magnetfeldes nur in der Nähe der Pole, etwa über Norwegen, zu sehen.