Los Angeles

Mutmaßlicher deutscher Feuerteufel nicht geständig

Der in den USA wegen Brandstiftung angeklagte Deutscher hat sich vor einem Gericht in Los Angeles für nicht schuldig erklärt.

Los Angeles. Der mutmaßliche deutsche Feuerteufel ist in den USA wegen Brandstiftung angeklagt. Vor einem Gericht in Los Angeles hatte sich der 24-jährige Harry B. für unschuldig erklärt. Am Dienstag wurde die Kaution auf 7,5 Millionen Dollar (5,8 Millionen Euro) festgesetzt. Der nächste Gerichtstermin wird voraussichtlich am 1. März sein.

Zuvor hatte die Anklage weitere Vorwürfe gegen den jungen Mann erhoben. Die Anklageschrift umfasst insgesamt 100 Punkte, darunter Brandstiftung und Besitz von brennbarem Material. Zuvor war der Angeklagte lediglich für 49 Feuer verantwortlich gemacht worden.

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Die Behörden vermuten, dass der Deutsche aus Wut über die bevorstehende Abschiebung seiner Mutter nach Deutschland am Neujahrswochenende die Brände in Los Angeles gelegt hat. Gegen seine Mutter liegt ein Haftbefehl aus Deutschland wegen Betrugs in 19 Fällen vor.

Harry B. soll vor allem Fahrzeuge angezündet haben, die Flammen griffen zum Teil auf Gebäude über. Dabei entstand ein Sachschaden von schätzungsweise drei Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro). Ernsthaft verletzt wurde niemand. Um die Brände zu legen, habe der Angeklagte eine spezielle Vorrichtung unter dem Motorraum der Autos platziert, hieß es in den Unterlagen des Gerichts.

Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu über 80 Jahre Haft. Zudem wird auch in Hessen gegen den 24-Jährigen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Marburg prüft, ob er auch einen Brand im Schwalm-Eder-Kreis gelegt hat. Bei einer Anhörung Anfang Januar machte Harry B. einen verwirrten Eindruck. Seine Mutter hatte ihn zuvor als psychisch krank bezeichnet. (dapd)