Mutmaßlicher "Taxi-Mörder" beim Fußballschauen gefasst

Friedrichshafen. Vier Tage und Nächte lang herrschte Angst am Bodensee - jetzt atmen die Menschen auf: Der mutmaßliche sogenannte Taxi-Mörder ist hinter Schloss und Riegel. Doch viele Fragen sind noch ungeklärt.

Es stand 3:0 für Deutschland, als die Polizei die Gartenlaube stürmte: Der Verdächtige saß in Senftenberg (Brandenburg) vor dem Fernseher und ließ sich widerstandslos festnehmen. "Er war völlig überrascht", sagte ein Polizeisprecher in Friedrichshafen. Der mit Haftbefehl gesuchte 28-Jährige hatte bei Verwandten Unterschlupf gefunden. Ein Tipp von seinen Bekannten brachte die Fahnder auf die Spur.

Der gebürtige Russe soll am vergangenen Mittwoch in Hagnau eine 32 Jahre alte Taxifahrerin erstochen und zuvor in Singen eine 44 Jahre alte Taxifahrerin schwer verletzt und vergewaltigt haben. Einzelheiten wollen die Ermittler heute in Hagnau mitteilen. Der Tatverdächtige lebte lange, bis etwa 2007, in Senftenberg. In dieser Zeit fiel er mehrfach wegen Eigentumsdelikten auf. Dadurch konnten die Ermittler auf entsprechende Daten bei der Fahndung zurückgreifen.