Münchner nach Doppelmord in China verhaftet

Peking. Ein Eifersuchtsdrama hat mit einem Doppelmord in China ein furchtbares Ende genommen: Ein ehemaliger Student der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität erstach in der südostchinesischen Hafenstadt Xiamen seine frühere Münchner Freundin und deren jetzigen Lebensgefährten auf der Straße. Der Deutsche versuchte anschließend, auch sich selbst zu töten, überlebte aber. Er wurde verhaftet.

Das Außenministerium in Berlin bestätigte eine Bluttat in Xiamen, nannte aber keine Einzelheiten. "Das deutsche Generalkonsulat betreut die Familienangehörigen und steht in Kontakt mit den chinesischen Behörden", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Wie in solchen Fällen üblich, wird auch der Täter konsularisch betreut.

Der Doppelmord hat eine jahrelange Vorgeschichte: Sowohl der Täter als auch seine frühere Freundin hatten an der Münchner Uni Sinologie studiert. Nachdem die Frau sich im Sommer 2005 von ihrem Kommilitonen trennte, begann er, sie als Stalker zu verfolgen. Sie habe sich deswegen auch damals hilfesuchend an die Münchner Polizei gewandt, sagte ein Freund.