Ostsee

Vier Schiffe stecken vor Schweden im Eis fest

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Der Winter will noch nicht weichen: Vier Schiffe mit insgesamt 1.100 Menschen an Bord stecken auf der Ostsee im Eis fest. Eisbrecher sind unterwegs.

Stockholm. Vor der schwedischen Küste stecken zwei Personenfähren und zwei Frachtschiffe im Eis fest. Betroffen seien insgesamt knapp 1.100 Menschen, teilte die schwedische Schifffahrtsbehörde am Donnerstag mit. Rettungskräfte hielten sich bereit, die Menschen notfalls zu evakuieren. Gefahr für die Menschen an Bord oder die Schiffe bestehe nicht.

Am Donnerstag hatte sich vor Schwedens Ostküste durch ungünstige Windverhältnisse massiv Packeis aufgetürmt, das Schiffe am Weiterkommen hinderte. Die Behörden orderten zusätzliche Eisbrecherhilfe. Diese versuchten, die Fähren zu befreien. Allerdings würden orkanartige Winde die Bemühungen erschweren.

„Sobald sie das Eis aufbrechen, friert es sofort wieder zu“, sagte ein Sprecher der Seerettung, Peter Lindquist, über den bislang wirkungslosen Einsatz der Eisbrecher. Verletzte gebe es nicht, und es bestünden auch keine Pläne, die Passagiere in allernächster Zeit von Bord zu bringen. Doch hielten sich Hubschrauber und Luftkissenfahrzeuge des Militärs für alle Fälle bereit.

Bei den Passagierfähren handelt es sich um die „Amorella“ mit 943 Menschen an Bord und die kleinere „Via Mare“ mit 64 Insassen. Außerdem betroffen ist die Autofähre „Sea Wind“ mit 32 Personen und das Frachtschiff „Regal Star“ mit 56 Menschen an Bord.