Sturmtief Xynthia

Tausende nach Sturm noch immer ohne Strom

Paris/Friedberg. Zehntausende Franzosen leiden noch immer unter den Folgen der Sturmkatastrophe, bei der mindestens 51 Menschen ums Leben kamen. Gestern waren weiter rund 50 000 Haushalte ohne Strom. Etliche Gebäude an der Atlantikküste standen noch unter Wasser. Retter suchten mit Hochdruck nach weiteren acht vermissten Opfern.

Die französische Regierung ließ unterdessen die am stärksten vom Unwetter betroffenen Regionen zu Katastrophengebieten erklären. Die entsprechenden Erlasse sollen schnelle Entschädigungen durch die Versicherer ermöglichen. Mehrere Politiker kritisierten, dass in Frankreich zu nah an der Küste gebaut werden dürfe.

Im hessischen Friedberg droht die Spitze des 60 Meter hohen Adolfsturms auf umliegende Häuser zu stürzen. Wie Bürgermeister Michael Keller (SPD) mitteilte, versuchten Höhenkletterer die etwa zwei Meter lange und zentnerschwere Stange zu sichern. Böen hatten die Wetterfahne am Sonntag abgerissen.

Insgesamt hat "Xynthia" Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Vor allem aus Mittel- und Südhessen sowie Nordbaden hätten sich die Menschen gemeldet, sagte Klaus Zehner, Vorstand bei der SparkassenVersicherung, Deutschlands größtem Gebäudeversicherer.