Madeira

Insel im Atlantik

Die Vulkaninsel Madeira gehört zu Portugal und liegt im Atlantik, etwa 700 Kilometer von der Küste Marokkos und 1000 Kilometer südwestlich von Lissabon entfernt. Die Hauptinsel ist mit 741 Quadratkilometern fast so groß wie Hamburg und hat 265 000 Einwohner. Zum Archipel zählen außerdem Porto Santo sowie die unbewohnten Inselgruppen Desertas und Selvagems. Madeira wurde im Jahre 1419 auf Befehl Heinrich des Seefahrers für Portugal erobert. Das Archipel diente der Seemacht als Stützpunkt. Noch in den 1970er-Jahren gehörte die Insel zu den ärmsten Regionen Europas. Mit Fördergeldern der Europäischen Union machte Madeira jedoch einen gewaltigen Sprung. Heute ist die Insel für jährlich rund eine Million Touristen, vor allem Briten und Deutsche, mitten im Winter die Verheißung des Frühlings: Kältester Monat ist der Februar mit durchschnittlich 16 Grad, wärmste Monate sind August und September mit durchschnittlich 24 Grad. Madeira bietet eine vielfältige Landschaft - von der grünen Küste mit prachtvollem Blumenschmuck über dichte Laubwälder bis zum kahlen Gebirgsmassiv im Inselinneren. Bei jungen Urlaubern besonders beliebt sind Wanderungen entlang der Levadas, der mehr als 1000 Kilometer langen Wasserversorgungswege auf Madeira. Die ersten Kanäle wurden von Sklaven bereits im 15. Jahrhundert angelegt.