Geschäftsführer der Treberhilfe in der Kritik

Diakonie: Maserati als Dienstauto verwerflich

Berlin. In der Berliner "Maserati-Affäre" hat sich die Diakonie deutlich vom Geschäftsführer der Treberhilfe, Harald Ehlert, distanziert. Ein Maserati sei kein geeignetes Dienstfahrzeug und die Anschaffung eines solchen Autos "ethisch verwerflich", sagte Sprecherin Christine Lehmacher-Dubberke. Ehlert steht in der Kritik, seit bekannt wurde, dass er den Luxuswagen als Dienstauto fährt. Am Donnerstag hatte er dies als "absolut legal" verteidigt. Die Treberhilfe, die sich um Obdachlose und sozial Benachteiligte kümmert, gehört zum Diakonischen Werk.

Jetzt werde mit dem Geschäftsführer über Konsequenzen gesprochen, so die Diakonie. "Herr Ehlert glaubt, er braucht das Auto, wir sehen das anders", sagte die Sprecherin. Nach ihren Angaben droht der Treberhilfe nun der Ausschluss aus der Diakoni.

Finanziell ist Ehlers jedoch unabhängig. Er findet auch nichts Verwerfliches an dem teuren Dienstwagen. "Wir arbeiten unkonventionell, aber absolut seriös", sagt der langjährige Geschäftsführer auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz, zu der er im BMW vorfuhr.

( (dpa) )