Walter Fredrick Morrison

Vater der Frisbee-Scheibe mit 90 Jahren gestorben

San Francisco. Der Erfinder der Frisbee-Scheibe ist tot. Der amerikanische Bastler Walter Fredrick Morrison sei im US-Staat Utah gestorben, berichtete der Fernsehsender KSL-TV. Morrison, der in den 50er-Jahren mit dem Plastikspielzeug Furore machte, wurde 90 Jahre alt.

Zunächst warf er zum Spaß runde Kuchenbleche durch die Luft. Nach dem Zweiten Weltkrieg experimentierte der Pilot mit Plastikscheiben, die er in den 50er-Jahren - als das Ufo-Fieber noch grassierte - passend auf den Namen "Flying-Saucer" (Fliegende Untertasse) taufte. 1955 bastelte er die "Pluto Platter" mit einem breiteren Rand, die zwei Jahre später von der Spielzeugfirma Wham-O gekauft und unter dem Namen Frisbee zum Renner wurde. Mehr als 200 Millionen Kunststoffscheiben wurden seither als Strandspielzeug und Sportgerät weltweit verkauft. Inzwischen sind Frisbee-Sportarten wie Ultimate und Discgolf weltweit verbreitet.

Morrison hatte selbst nie ein Patent inne, wurde aber von Wham-O mit am Verkauf beteiligt. In einem TV-Interview 2007 resümierte Morrison über seine Erfindung: "Die ganze Sache verwundert mich! Ich schüttle immer noch meinen Kopf."