Familie verschüttet

Felssturz zerstört Haus in Bayern - Toter geborgen

München. Ein riesiger, tonnenschwerer Felsbrocken ist in der oberbayerischen Gemeinde Stein an der Traun gestern Abend auf ein Wohnhaus gestürzt und hat das Gebäude völlig zerstört. Die Bewohner - eine vierköpfige Familie - wurden unter den Trümmern verschüttet. Mit einem Großaufgebot suchten Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk bis in die Nacht hinein fieberhaft nach den Vermissten, Scheinwerfer beleuchteten die gespenstische Szenerie. Gegen 23.15 Uhr konnten die Helfer den 45 Jahre alten Familienvater nur noch tot bergen. Einen zweiten Bewohner fand die Feuerwehr leblos vor. "Beide Eltern und ihre 18 und 16 Jahre alten Kinder hielten sich zum Unglückszeitpunkt in dem Hauis auf", sagte ein Polizeisprecher in Rosenheim. Zu zwei der Verschütteten hätten die Helfer am späten Abend Rufkontakt herstellen können. Aber die Rettungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig: "Wir können kein schweres Räumgerät einsetzen, die Helfer müssen sich buchstäblich mit bloßen Händen vorarbeiten", erklärte der Polizeisprecher. Er sprach von einem "etwa busgroßen Felsbrocken", der sich aus noch ungeklärter Ursache kurz vor 20 Uhr aus einer etwa 15 Meter hohen, steilen Felswand löste und das Haus in einen riesigen Schutthaufen verwandelte.

Mehrere Nachbarhäuser, darunter ein Brauereigebäude, wurden vorsorglich evakuiert, da die Gefahr weiterer Gesteinsabbrüche bestand.