Sicherheit

Sprengstoff-Alarm auf Münchner Flughafen

München. Stundenlang herrschte Ungewissheit, erst am Abend konnten sich Hunderte Passagiere auf dem Münchner Flughafen wieder sicher fühlen. Der nach einem Bombenalarm evakuierte Sicherheitsbereich des Terminals II wurde wieder freigegeben.

Ein verdächtiges Laptop hatte gestern Nachmittag bei den Sicherheitskräften an der Handgepäckkontrolle Alarm ausgelöst - Verdacht auf Sprengstoff. Doch noch während die Kontrolleure einer privaten Sicherheitsfirma das weitere Vorgehen berieten, verschwand der Besitzer mit seinem Rechner. Aus Polizeikreisen hieß es später, der etwa 50 Jahre alte Passagier habe es womöglich besonders eilig gehabt, noch seinen Flug - vermutlich nach Spanien - zu bekommen.

Zunächst aber begann eine groß angelegte Suchaktion im Flughafen: Der Sicherheitsbereich wurde evakuiert. Hunderte Menschen mussten die beiden Ebenen verlassen. Die Durchsagen erklärten die Räumung mit "Sicherheitsgründen", die Fluggäste reagierten eher gelassen. Doch etwa 100 Maschinen waren nach Angaben des Flughafens verspätet, 33 Flüge mussten annulliert werden.

Was in der Laptoptasche den Alarm ausgelöst haben könnte, war auch am Abend unklar. "Das Gerät reagiert auf verschiedene Stoffe, das muss nicht unbedingt Sprengstoff gewesen sein", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.