Sonnenfinsternis

Der letzte Feuerkranz bis 3043

Nairobi/Neu-Delhi. Delhi - Die längste ringförmige Sonnenfinsternis dieses Jahrtausends hat am Freitag von Afrika bis Asien Begeisterung, Erstaunen und Angst ausgelöst. Der Mond schob sich in Zentralafrika vor die aufgehende Sonne. Das Spektakel war anschließend in Ostafrika, dann in Indien und schließlich in Asien zu sehen. Nördlich von Shanghai endete das Schauspiel. Wo Wolken den Blick auf den Himmel verdeckten, spürten die Menschen nur eine deutliche Abkühlung.

Der ungewöhnlich dunkle Himmel erschreckte einige Unvorbereitete. Radiostationen in Afrika erhielten zahlreiche ängstliche Anrufe. "Der Mond bekämpft die Sonne", sagte eine Frau in Uganda. Was die Himmelsgucker sahen, war eine Feuerkranz-Sonnenfinsternis. Dabei schiebt sich der Mond zwar vor die Sonne. Weil der Erdtrabant aber am irdischen Himmel zurzeit besonders klein und die Sonne besonders groß erscheint, kann er die Sonnenscheibe nicht komplett verdecken. Die maximale Dauer erreichte das Schauspiel westlich der Malediven mit elf Minuten und acht Sekunden. Nach Berechnungen der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist erst im Jahr 3043 eine längere ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen.

( (dpa) )