Kontrolle auf dem Frankfurter Flughafen

Polizei entdeckt Diamanten für 2,5 Millionen Euro

Frankfurt/Main. Ein riesiger Rohdiamant im Wert von 2,5 Millionen Euro ist bei einer Passagierkontrolle auf dem Frankfurter Flughafen sichergestellt worden. Den etwa golfballgroßen Hochkaräter hatte ein Angolaner im Gepäck, der aus Namibia nach Frankfurt geflogen war.

Der 38-Jährige wird nach Angaben der Bundespolizei verdächtigt, ein Kurier zu sein, der den gut 17 Gramm schweren Edelstein einschmuggeln wollte. Ein vergleichbarer Fahndungserfolg bei Rohdiamanten ist in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht bekannt geworden.

Der Mann hatte bei seiner Einreise aus Afrika in die EU nicht das für die Einfuhr von Rohdiamanten vorgeschriebene Zertifikat bei sich. Auch fehlte ein versiegeltes Behältnis für den 86,7-Karäter, wie Zoll-Sprecher Hans-Jürgen Schmidt sagte. Der Verdächtige wurde wegen Urkundenfälschung angezeigt, außerdem leitete der Zoll ein Steuerstrafverfahren gegen ihn ein. Bundespolizisten hatten im Pass des Mannes neben einem echten portugiesischen Visum auch ein gefälschtes namibisches entdeckt. Als sie den Angolaner danach fragten, gab dieser an, mit Autos handeln zu wollen. Aus diesem Grund zeigte er den Beamten den Diamanten. Angeblicher Wert: 7000 Dollar.

( (dpa) )