Entschädigung

Nach Hurrikan: New Orleans droht Klagewelle

Washington. Juristischer Erfolg für Opfer des Hurrikans "Katrina": Ein US-Bezirksgericht sprach fünf Klägern eine Entschädigung von insgesamt umgerechnet 482 000 Euro zu. Richter Stanwood R. Duval machte das Ingenieurkorps der US-Streitkräfte für die zerstörerischen Überflutungen von New Orleans nach dem Wirbelsturm verantwortlich. Das Korps sei für den Bau eines Abflusskanals verantwortlich gewesen, habe diesen aber nicht ausreichend gewartet, sodass "Katrina" freie Bahn gehabt habe.

Die Entscheidung könnte einen Präzedenzfall schaffen. Anwälte sagten, das Urteil könne zu Klagen von mehr als 100 000 Anwohnern und Geschäftsleute führen. In der Folge könnten auf Washington in Vertretung von New Orleans Forderungen in Millionenhöhe zukommen, berichtete die "New York Times". Es werde allerdings erwartet, dass die US-Regierung das Urteil anfechten wird.

"Katrina" wütete im August 2005 in den US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Florida, Georgia und Alabama und tötete mehr als 1800 Menschen. Etwa 1,3 Millionen Menschen verloren ihre Existenz.

( (dpa) )