Arbeitsschutz

Alkohol und Drogen oft Ursache für Arbeitsunfälle

Ein Drittel aller Arbeitsunfälle sind auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch zurückzuführen, der Handlungsbedarf sei groß.

Düsseldorf. Ein Drittel aller Arbeitsunfälle sind auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch zurückzuführen. Das sagte der Beiratsvorsitzende der Arbeitsschutz-Messe A+A, Gerd Zeisler, am Montag in Düsseldorf. Trotz vieler betrieblicher Konzepte zum Umgang mit Suchterkrankungen gebe es bei diesem Thema noch großen Handlungsbedarf. Bei der A+A zeigen von diesem Dienstag an mehr als

1500 Unternehmen aus 60 Ländern Neuheiten aus Bereichen wie Schutzkleidung, Lärm-Messgeräte und Ergonomie.

Im ersten Halbjahr 2009 gab es nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung insgesamt 430000 Arbeitsunfälle, zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der tödlichen Unfälle sank um 43 auf 198. Der Rückgang spiegele vor allem den massiven Anstieg der Kurzarbeit in Deutschland wider.

Das Thema Arbeitsschutz und -sicherheit habe inzwischen erheblich an Bedeutung gewonnen, sagte Zeisler. So sei das Marktvolumen für Schutzausrüstungen und -bekleidung in den vergangenen vier Jahren um

16 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro im Jahr 2008 gestiegen. Zur A+A werden bis zum Freitag rund 50000 Fachbesucher in Düsseldorf erwartet.

( (dpa) )