550 Kilometer verschleppt und im Ruhrgebiet ausgesetzt

Frau gefesselt und verschleppt

Entführt, verschleppt und dann gefesselt ausgesetzt: Die Entführung einer 46-jährigen Geschäftsfrau aus Lörrach in Baden-Württemberg stellt die Polizei vor ein Rätsel.

Dortmund/Lörrach. Nach Angaben der Lörracher Polizei war die Frau am Mittwochabend von ihrem Arbeitsplatz in Lörrach "spurlos verschwunden" und dann gefesselt im 550 Klimometer entfernten Dortmund gefesselt ausgesetzt worden. Der Hintergrund dieser Tat ist unklar.

Als sie nach die 46-Jährige nach der Arbeit nicht nach Hause gekommen war, hatte der Ehemann gegen 22.00 Uhr die Polizei alarmiert. Daraufhin sei eine großangelegte Suchaktion eingeleitet worden, bei der auch Suchhunde und die Feuerwehr eingesetzt wurden. Doch blieb die Suche in Lörrach erfolglos.

Erst die Polizei in Dortmund konnte schließlich den Kollegen in Baden-Württemberg Aufschluss über den Verbleib der 46-Jährigen geben, nachdem die Frau nur wenige hundert Meter von einer Auffahrt zur Autobahn A 45 "Sauerlandlinie" entfernt von einem Passanten gegen 6.30 Uhr gefesselt aufgefunden worden war. "Die Hintergründe sind diffus. Wir ermitteln auf Hochtouren", sagte ein Polizeisprecher in Dortmund. Sie werde medizinisch betreut, hieß es.

Die Frau berichtete, dass sie in einem schwarzen Kleintransporter quer durch Deutschland transportiert und in Dortmund ausgesetzt worden sei. Ein Bewohner eines Hauses an der Fundstelle sagte: "Ich habe die Frau nicht gesehen." Er sei erst aufmerksam geworden, als mehrere Polizeiwagen an der Rasenfläche standen. Die Beamten hätten Blätter in Tüten gesteckt.

Nach Informationen des Westdeutschen Rundfunks wird nach drei Männern gefahndet. Ihr Wagen habe möglicherweise ein Schweizer Nummernschild. Die Polizei wollte diese Angaben aber zunächst nicht bestätigen. Wie die Staatsanwaltschaft in Lörrach mitteilte, wurde zur Aufklärung der Tat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.