Trotz hoher Armut in Swasiland:

Glanz und Gloria zum Geburtstag des Königs Mswati III.

Schwarzafrikas letzter absoluter Monarch, König Mswati III., feiert am 6. September seinen Vierzigsten und ist in sehr spendabler Partylaune.

Johannesburg / Mbabane. Seine Majestät machte rund zwei Millionen Euro locker, um mit seinen 1,1 Millionen Untertanen und seinen 13 Ehefrauen in seinem Reich, dass so groß ist wie Schleswig-Holstein, seine "40/40-Party" genießen zu können.

Doch der autoritär regierende Alleinherrscher Mswati III. stößt mit seinem Vorhaben auf heftige Kritik. Das Geld für die Feiern könne besser ausgegeben werden, wenden seine Kritiker ein. Denn der von Südafrika umschlossene Binnenstaat mit seinen feudalen Strukturen hat nach den UN-Statistiken nicht nur die höchste Aids-Rate der Welt, sondern zählt auch zu den Armenhäusern des Kontinents. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Gewerkschafter im benachbarten Südafrika planen daher im Umfeld der Feier einen einwöchigen Beförderungsboykott aller für Swasiland bestimmten Transitgüter. Am Wochenende demonstrierten sie gegen die Teilnahme Mswati III. am Gipfel der Staats- und Regierungschefs des regionalen SADC-Staatenblocks in Johannesburg. Sie hielten ihm vor, sich mehr um seinen Harem als um Demokratie zu kümmern.

"Die Mission dieses jungen Mannes ist es, jedes Jahr eine andere hübsche Frau zu heiraten", meinte der Generalsekretär des südafrikanischen Gewerkschaftsdachverbandes COSATU, Bheki Ntshalintshali.

Der Monarch selbst ist mit seiner Vorliebe für höfischen Glanz und ausschweifenden Lebensstil international in die Schlagzeilen geraten. Er rollt in einem 390.000 Euro teuren Maybach mit edelster Ausstattung durch die Lande, während er seine 13 Ehefrauen mit Luxus- Limousinen und neuen Palästen verwöhnt. Mswati III. - der nicht nur Vater der Nation, sondern auch von mindestens 27 leiblichen Kindern ist - hat nach Medienberichten derweil Ehefrau Nummer 14 bereits im Visier.