Mysteriöse Fund-Serie

Sechster Menschenfuß angeschwemmt

Und wieder an der nordamerikanischen Pazifikküste. Diesmal steckte der Fuß in einem Trekking-Schuh.

New York/Vancouver. An der nordamerikanischen Pazifikküste ist zum sechsten Mal innerhalb eines Jahres ein abgetrennter menschlicher Fuß angeschwemmt worden. Diesmal wurde der in einem Trekking-Schuh steckende Fuß an der Küste des US-Bundesstaates Washington entdeckt. Die bisherigen Funde gab es in der nördlich angrenzenden kanadischen Provinz Britisch Kolumbien.

Nach Angaben der "Vancouver Sun" hat die Polizei erneut keine Hinweise auf Gewalt. Alles deute darauf hin, dass sich der Fuß beim natürlichen Verwesungsprozess der Leiche vom Körper gelöst habe, sagte der kanadische Polizist Tim Shields. Wegen der Ähnlichkeit der Fälle wollen die US-Polizei und die kanadischen Behörden bei den Ermittlungen zusammenarbeiten.

Nach Angaben der gerichtsmedizinischen Abteilung der Simon-Fraser- Universität in Britisch Kolumbien werden Füße von Ertrunkenen häufiger an Land gespült als andere Körperteile. Weil sie von den Schuhen und oft zusätzlich von Socken geschützt sind, fallen sie nicht so leicht Raubfischen zum Opfer.

Bisher konnte nur der erste der mysteriösen Funde in Kanada aufgeklärt werden. Der Fuß habe einem unter Depressionen leidenden Mann gehört, der vor gut einem Jahr verschwunden war, teilte die Polizei mit.