Österreich: Unfall in Atomlabor

Plutoniumprobe geplatzt

Bei einem Unfall in den Forschungslabors der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Seibersdorf bei Wien sind in der Nacht zum Sonntag Spuren von Plutonium entwichen. Menschen seien nicht verstrahlt worden, teilte die Behörde mit.

Wien. Bei einem Unfall in den Forschungslabors der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Seibersdorf bei Wien sind in der Nacht zum Sonntag Spuren von Plutonium entwichen. Menschen seien nicht verstrahlt worden, teilte die Behörde mit.

Nach Angaben der IAEA kam es zu dem Zwischenfall gegen 2.30 Uhr in einem Labor der Abteilung für Sicherheitsüberwachung, 35 Kilometer südlich von Wien. Strahlung sei dabei nicht in die Umgebung freigesetzt worden, hieß es in einer Erklärung der IAEA. Man werde jedoch weitere Untersuchungen anstellen. Zur Zeit des Zwischenfalls arbeitete niemand in dem Labor.

Nach Angaben des Umweltministeriums in Wien kam es zu dem Unfall, als eine der in dem Labor lagernden Proben platzte. Dadurch seien innerhalb des Labors winzige Mengen Plutoniums freigesetzt worden. Dies wiederum habe sofort einen automatischen Alarm ausgelöst, da die Abluft in dem Labor ständig überwacht und gefiltert werde. Die IAEA habe daraufhin das Ministerium in Wien informiert.