Bonner Schwurgericht: Urteil

Lebenslang für Hannahs Mörder

Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, so dass der Verurteilte nach 15 Jahren nicht ohne weiteres entlassen werden kann.

Bonn. Der Mörder der 14-jährigen Hannah aus Königswinter ist vom Bonner Schwurgericht heute zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht stellte zudem eine besondere Schwere der Schuld fest, so dass der Verurteilte nach 15 Jahren nicht ohne weiteres entlassen werden kann. Der 25-Jährige hatte gestanden, Hannah am 29. August aufgelauert, sie gefesselt, geknebelt und vergewaltigt zu haben. Um nicht wiederkannt zu werden, stach er dann zwölfmal auf Hannah ein und schnitt ihr die Kehle durch. Zum Tatmotiv sagte der homosexuelle Mann, er habe ausprobieren wollen, wie es sei, mit einer Frau Sex zu haben.

Der Fall hatte für erhebliches Aufsehen gesorgt. Tausende Menschen hatten sich Trauerzügen im Wohnort des Mädchens angeschlossen. Fünf Tage hatte die Suche nach der Leiche gedauert. Der Täter und Hannah kannten sich nicht, das Mädchen war ein Zufallsopfer. Ebenso wie Hannah lebte der Mann in Königswinter. Dort wohnte er seit mehreren Jahren mit seinem Lebenspartner zusammen.

( dpa )