Flammenhölle: 250 000 Menschen in Kalifornien auf der Flucht

Waldbrand bei den Weltstars

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Schwarze Rauchwolken über Malibu. Gouverneur Arnold Schwarzenegger ruft den Notstand aus.

Los Angeles. Feuerinferno im Süden Kaliforniens: Dutzende Buschbrände von der mexikanischen Grenze bis nach Santa Barbara haben Teile des Staates in ein Flammenmeer verwandelt. "Dies ist eine tragische Zeit für Kalifornien", sagte Gouverneur Arnold Schwarzenegger (60) in Malibu.

Trotz eines Großeinsatzes von mehr als tausend Feuerwehrleuten waren die Brände gestern erst zu zehn Prozent unter Kontrolle. Schwarzenegger rief die Einwohner auf, den Evakuierungsbefehlen der Behörden unbedingt zu folgen. In sieben Bezirken rief er den Notstand aus. Ein Mann kam bisher ums Leben, als er versuchte, sein Haus mit einem Gartenschlauch gegen die Flammen zu verteidigen. 17 Menschen wurden verletzt.

Rund 250 000 Einwohner haben bisher freiwillig oder auf Anordnung ihre Häuser verlassen, nachdem die Feuerwalzen ganze Wohngebiete bedrohen. "Packt eure Sachen in die Autos und verlasst die Häuser so schnell wie möglich, wenn der Befehl kommt", forderte Jerry Sander, Bürgermeister von San Diego, die Menschen auf. Allein im Umland der Stadt sind schon mehr als 40 000 Hektar Land verkohlt und Dutzende Häuser abgebrannt. Temperaturen um 30 Grad Celsius und heiße Santa-Ana-Winde fachen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h die Brandherde entlang der Pazifikküste immer weiter an. "Ich glaube nicht, dass wir die Feuer vor Mittwoch in den Griff bekommen", sagte Einsatzleiter Michael Freemann. In Malibu, wo viele Hollywoodstars wohnen, brannten mehrere Häuser völlig aus. Die Presbyterianer-Kirche und ein Teil der Ranch von Filmstar Sean Penn (47, "Dead Man Walking") wurden zerstört. Mehr als 200 Gebäude mussten geräumt werden, darunter die Villen von "Titanic"-Regisseur James Cameron (53) und "Grease"-Star Olivia Newton-John (59). Die Flammen rücken immer weiter vor, bedrohen jetzt die Anwesen von Tom Hanks (41), Jennifer Aniston (38), Mel Gibson (51), Nick Nolte (67) und Bill Murray (57). Auch Deutschlands Showmaster Thomas Gottschalk (57) bangt um seine Villa in dem noblen Badeort und Surferparadies.

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Dramatische Fernsehbilder zeigen immer wieder Feuerwalzen auf dem Vormarsch durch die steilen Canyons in dem hügeligen Hinterland. Malibus Bürgermeisterin Pamela Conley Ulich: "Wir sind ganz allein der Gnade des Windes ausgeliefert."