Räuber mit der "Aids-Spritze" gefasst

Berlin. Er stürmte mit einer Spritze in der Hand in die Geschäfte Berlins und rief: "Ich habe Aids und nichts mehr zu verlieren. Wenn sie mir kein Geld geben, dann steche ich zu!" 13 Mal schlug der Räuber auf diese Weise in den vergangenen zwei Wochen zu. Jetzt atmet die Hauptstadt auf. Gestern Nachmittag nahm die Polizei den Räuber mit der "Aids-Spritze" fest. Der 26 Jahre alte Rumäne Casian B. hatte kurz zuvor noch ein Matratzengeschäft überfallen, wo er allerdings ohne Beute flüchtete, weil die Verkäuferin laut um Hilfe gerufen hatte. Wenige Stunden zuvor beraubte er im Bezirk Wedding einen Kosmetiksalon. Verletzt wurde bei den Überfällen niemand. Wie viel Geld der Täter, der nach eigenen Angaben aidskrank ist, erbeutet hat, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei hatte ihn bereits in der vergangenen Woche durch Fingerabdrücke identifizieren können. Der Verdächtige ist bereits durch andere Raubtaten und als Konsument harter Drogen einschlägig bekannt. Unter anderem hatte er ein Kino, ein Bistro, einen Naturkostladen, zwei Kosmetiksalons und zwei Apotheken überfallen. Ein Polizeisprecher: "Das Problem war, dass bislang niemand weiß, ob der Rumäne tatsächlich Aids hat." In der Untersuchungshaft soll er jetzt auf HIV getestet werden.