Wetter Deutschland

Der Mai hatte zu viel Regen und zu wenig Sonne

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Die Sonnenscheindauer war an manchen Orten so gering wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Die meiste Sonne hatte Norderney.

Frankfurt/Main. Das Mai-Wetter enttäuscht in jeder Beziehung: Der Monat hatte extrem wenig Sonnenschein, viel zu viel Regen, und es war einfach zu kühl. Die Sonnenscheindauer war in vielen Orten so gering wie noch nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in den 50er Jahren. Trotzdem ist der Frühling wärmer als im Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte.

Der Deutsche Wetterdienst zog am Freitag schon einmal Bilanz für die Monate März, April und Mai, weil am 1. Juni bereits der meteorologische Sommeranfang ist. Dabei zeigt sich, dass die Sonnenscheindauer und die Regenmenge im Bereich des Normalen liegen. Mit 8,0 Grad lag die Durchschnittstemperatur der drei Monate bundesweit um 0,2 Grad über dem vieljährigen Klimawert von 7,8. März und April verliefen eindeutig zu warm, dann folgte der 1,7 Grad zu kalte Mai. Mit etwa 478 Stunden Sonnenschein wurde das Soll von 472 Stunden um 2 Prozent überschritten. Die Niederschlagsmenge liegt mit 173 Litern pro Quadratmeter unter dem Soll von 186 Litern.

Die Bilanz für den Mai ist allerdings durchweg negativ: In Deutschland wurden mit etwa 118 Sonnenscheinstunden nur rund 60 Prozent des Durchschnitts von 196 Stunden erreicht. Ähnlich düster sah der Mai in den Jahren 1983 und 1984 aus.

Allerdings gibt es im laufenden Monat auch Ausnahmen: An Messstellen im Norden wurde das Monatssoll an Sonnenschein sogar leicht überschritten. Norderney meldete mit etwa 241 Sonnenstunden den bundesweit höchsten Wert. Am wenigsten Sonne hatten Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Mit 10,5 Grad lag die durchschnittliche Temperatur im Mai bundesweit um 1,6 Grad unter dem vieljährigen Klimawert von 12,1 Grad. So kalt war es im Mai seit 1991 nicht mehr. Nach dem zu trockenen April überbot der Mai mit etwa 104 Litern pro Quadratmeter sein Soll von 71 Litern um 46 Prozent. Besonders viel regnete es vor allem in den östlichen Bundesländern und in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs.

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