Vom Planeten ausgelöscht

Delacour-Zwergtaucher für ausgestorben erklärt

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Auch bei einer langen Suche wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Fische und Fangnetze sind mitverantwortlich für sein Aussterben.

Genf. Die Welt ist wieder um eine Tierart ärmer: 25 Jahre wurde der Delacour-Zwergtaucher (Tachybaptus rufolavatus) bereits nicht mehr gesichtet, nun hat eine internationale Vogelschutzorganisation den auf Madagaskar heimischen Lappentaucher offiziell für ausgestorben erklärt. „Den Verdacht, dass der Vogel nicht mehr existiert, gab es natürlich schon länger“, erklärte BirdLife International. Die weltweite Partnerschaft von Naturschutzorganisationen ist zuständig für die Rote Liste gefährdeter Vogelarten.

Wissenschaftler wollten den Vogel, der im entlegenen Osten der afrikanischen Insel beheimatet war, nicht übereilt für ausgestorben erklären. Doch auch bei einer ausgedehnten Suche im vergangenen Jahr wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Exotische Fischarten und Fangnetze seien mitverantwortlich für das Aussterben des Delacour-Zwergtauchers. Ein ähnliches Schicksal könnte auch die Kubaralle (Cyanolimnas cerverai) ereilen. Der nur in den westlichen Sümpfen Kubas vorkommende Vogel wurde in die Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten aufgenommen.

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