Entführte Maria B. befindet sich in Lebensgefahr

Heidenheim. Die Polizei tappt im Entführungsfall Maria B., 54, weiter im Dunkeln. Eine heiße Spur der entführten Heidenheimer Bankiersfrau hatte sich als falsch erwiesen: Ein zunächst festgenommener Tatverdächtiger, 44, wurde nach kurzer Zeit gestern Abend wieder freigelassen. Zuvor hatten die Beamten sein Anwesen durchsucht - ohne die Frau dort zu finden.

Nach Einschätzung der Ermittler in Heidenheim (Baden-Württemberg) befindet sich Maria B. in Lebensgefahr. "Entweder ist sie in der Gewalt ihrer Entführer oder wurde zurückgelassen. Und da kein Kontakt zu den Entführern besteht, müssen wir davon ausgehen, dass sich die Frau in allerhöchster lebensbedrohlicher Lage befindet. Wir fordern die Entführer auf, sich zu melden", sagte gestern ein Polizeisprecher.

Nach der am Mittwoch aus ihrem Haus entführten Frau wurde auch am Wochenende mit einem Großaufgebot an Polizisten, mit Suchhunden und einem Hubschrauber weiter fieberhaft gesucht: Die Beamten konzentrierten sich dabei auf ein Gebiet in der Nähe des Wohnortes. Lediglich ihr Auto und ihr Handy wurden gefunden. Mehr als 250 Hinweise aus der Bevölkerung sind bei den Ermittlern eingegangen. Die Familie der Entführten setzte für Hinweise 50 000 Euro Belohnung für Tipps aus, die zu ihrer Freilassung führen.