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Eine Ära endet: Müller-Wohlfahrt hört als DFB-Arzt auf

Die WM 2018 war seine letzte: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hört als DFB-Arzt auf.

Die WM 2018 war seine letzte: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hört als DFB-Arzt auf.

Foto: imago

Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gehört beim Neubeginn der DFB-Elf nicht mehr zum Stab. Der 75-Jährige hört auf, bleibt aber Bayern-Doc.

München.. Die Ära von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt als Arzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist beendet. Die WM in Russland war das letzte Turnier des 75-Jährigen. "Mull" ist der erste jahrelange Mitarbeiter aus dem Stab von Bundestrainer Joachim Löw, der nach dem historischen Vorrunden-K.o. seine Tätigkeit beendet.

Müller-Wohlfahrt arbeitete 23 Jahre für den DFB

"Ich habe mich entschlossen, als Arzt der deutschen Nationalmannschaft zurückzutreten. Darüber habe ich Oliver Bierhoff und Jogi Löw heute informiert", sagte Müller-Wohlfahrt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich hatte 23 fantastische Jahre im Kreise des DFB mit großartigen Erfolgen und eindrucksvollen Erlebnissen. Es haben sich in dieser Zeit wunderbare Freundschaften entwickelt, die Atmosphäre war immer geprägt durch großes Vertrauen. Ich werde der Nationalmannschaft und dem DFB auch in Zukunft immer eng verbunden bleiben und wünsche allen viel Erfolg beim Neuanfang. Wenn mein Rat gewünscht wird, stehe ich natürlich jederzeit gerne zur Verfügung."

Größter Erfolg in der Zusammenarbeit mit Bundestrainer Löw und Teammanager Bierhoff war der Gewinn des Weltmeistertitels 2014 in Brasilien. Bei seinem ersten Turnier als DFB-Arzt war Müller-Wohlfahrt 1996 zudem am EM-Titelgewinn in England unter dem damaligen Bundestrainer Berti Vogts beteiligt.

Auch Usain Bolt vertraut dem Sportmediziner aus München

Seine Tätigkeit beim FC Bayern wird Müller-Wohlfahrt fortsetzen. Beim deutschen Rekordmeister, für den er mit kurzen Unterbrechungen seit etwas mehr als 40 Jahren tätig ist, fungiert der Orthopäde auch in der kommenden Saison als Leiter des Ärzteteams.

Müller-Wohlfahrt genießt als Sportmediziner nicht nur in Fußballerkreisen einen exzellenten Ruf. Auch Spitzensportler aus anderen Sportarten vertrauen "Mull", unter anderem der vielfache Sprint-Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika. (dpa)