Fußball-Regionalliga

Späte Rückschläge für Altona 93 und die U21 des HSV

Faride Alidou zeigt das Trikot des verletzten Bennet Schauer.

Faride Alidou zeigt das Trikot des verletzten Bennet Schauer.

Foto: LeonieHorky / WITTERS

Gemischte Gefühle gab es für die Hamburger Teams zum Start der Regionalliga Nord.

Fehlstart für HSV II. „Das gibt’s doch nicht“, fluchte Bennet Schauer (21) auf der Tribüne. Der Torwart vom HSV II, der sich vor einer Woche den Knöchel und das Wadenbein gebrochen hatte, war am Sonntag direkt aus dem Krankenhaus an die Hagenbeckstraße gekommen und hatte sein Team vor dem Regionalliga-Start gegen Lüneburg in der Kabine heiß gemacht. Als Faride Alidou zum erlösenden 1:0 traf (60.) und das Trikot des Torhüters in die Höhe hielt, applaudierte Schauer. Doch mit der letzten Aktion glich Lüneburg aus. „So grausam kann Fußball sein“, sagte Pit Reimers bei seinem Debüt als U-21-Trainer.

Déjà-vu für Altona. Wie schon 2017/18 und 2019/20 verlor Altona 93 auch in seiner dritten Saison in der Regionalliga Nord in diesem Jahrzehnt spät das Auftaktspiel. Das Punktspieldebüt von Trainer Andreas Bergmann im Aufsteiger­duell gegen Phönix Lübeck vor 400 Fans an der Adolf-Jäger-Kampfbahn begann durch das 1:0 von Hendrik Bombek per Kopf gut (11.). Doch nach dem Ausgleich durch Haris Hyseni (18.) verlor Altona die Spielkontrolle. Conor Gnerlich sorgte mit seinem Treffer zum 2:1 für die Gäste mit der letzten Aktion (90.+5) für Altonas Knockout. Bergmann: „Ich hatte gehofft, wir wären spielerisch etwas weiter. Wir waren zu inkonsequent.“

Teutonia setzt Ausrufezeichen! Ein anderes Trainer-Punktspieldebüt in der Regionalliga Nord verlief erfolgreicher. Aufsteiger FC Teutonia 05 siegte durch Fabian Istefo (31.) und Davidson Eden (62.) mit 2:1 bei den Niedersachsen vom SV Drochtersen/Assel. „Das war eine fantastische Teamleistung“, sagte Teutonias Coach Achim Hollerieth. Und freute sich über den Überraschungseffekt: „Unsere Ergebnisse in der Vorbereitung waren ja nicht so gut. Mit diesem Erfolg hier hat wohl vorher keiner gerechnet.“

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3:1 nach 112 Minuten. Gut und zugleich kurios gestartet ist auch Staffelkonkurrent FC St. Pauli II. Die Partie gegen Heide wurde nach der Führung (Dao Beleme/55.) 22 Minuten wegen eines Gewitters unterbrochen. Nach dem 1:1 durch Heides Alexander Vojtenko (78.) sorgten Serkan Dursun (84.) und Beleme (90.+2) für den späten Sieg. Eintracht Norderstedt konnte dagegen nur die dritte negative Corona-Testreihe als Erfolg verbuchen. Durch drei Standard-Gegentore verloren die Garstedter mit 1:3 beim vom Ex-Trainer Thomas Seeliger trainierten SC Weiche Flensburg 08.