Corona-Folgen für den Sport

Amateurfußballer hoffen auf Freigabe fürs Trainieren

Die Amateurfußballer in Hamburg hoffen darauf, bald wieder trainieren zu können (Symbolbild).

Die Amateurfußballer in Hamburg hoffen darauf, bald wieder trainieren zu können (Symbolbild).

Foto: Imago/Avanti

Beim Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten liegt auch ein Beschluss vor, welcher wieder Freiluftsportarten erlaubt.

Hamburg. Stehen die 80.000 Amateurfußballer in Hamburg bald wieder auf dem Platz? Beim Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten liegt der Runde auch ein Beschluss der Sportministerkonferenz vor, welcher unter strengen Hygieneauflagen grundsätzlich wieder Freiluftsportarten erlaubt. „Wenn, was wünschenswert wäre, der Beschluss bei dem heutigen Treffen auf höchster politischer Ebene Zustimmung findet, dann können unsere Fußballer sogar schneller wieder auf dem Platz stehen als in Österreich“, sagte Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV).

In Österreich startet nach Verfügung der dortigen Bundesregierung der Trainingsbetrieb für die Amateurfußballer am 15. Mai. Zweikämpfe, Grätschen und Spielformen sind allerdings verboten. Zudem muss auf dem Feld beim Training stets die Abstandsregel gewahrt bleiben.

Einheitliche Regelung der Saisonverläufe ist vom Tisch

Rückschlüsse auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs würde eine Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes jedoch nicht erlauben. Eine einheitliche Regelung der Saisonverläufe in den einzelnen Landesverbänden des Amateurfußballs ist nach der gestrigen Sitzung endgültig vom Tisch. Jeder Verband entscheidet für sich. So will Bayern die Saison fortführen, Schleswig-Holstein brach sie bereits ab. Der HFV vertrat für den Fall des Abbruchs der Regionalliga Nord auf der Sitzung zudem ein Wertungsmodell (ein Aufsteiger, keine Absteiger, drei Aufsteiger aus den Oberligen und 20 Teams in der nächsten Saison), welches Altona 93 – aktuell auf Rang 16 – den Klassenerhalt sichern würde.

Vorläufig abgesagt wurde von der ARD der „Finaltag der Amateure“, an dem die Endspiele der Landespokale in den vergangenen Jahren in drei Time-Slots live in einer Konferenzschaltung übertragen wurden. Er soll eventuell zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.