Olympia: Hochsprung-Debakel

Ariane Friedrich geht leer aus

Ariane Friedrich hat die erhoffte Olympia-Medaille im Hochsprung verpasst.

Die Hochspringerin aus Frankfurt am Main kam am Sonnabend bei den Spielen von Peking nur auf eine Höhe von 1,96 Metern und belegte damit den siebten Platz. Ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt lieferte Friedrich ihren schlechtesten Freiluft-Wettkampf des Jahres. Beim Europacup im Juni in Annecy hatte sie mit 2,03 Metern eine deutsche Jahresbestleistung aufgestellt.

"Der Po-Muskel hat zugemacht. Er war hart wie ein Stein", gab die Polizisten als Grund für den enttäuschenden siebten Platz an. Schon seit zwei Tagen hatte sie Probleme mit dem Gesäß. Das DLV-Team musste damit die größte Olympia-Pleite der deutschen Leichtathleten seit 1904 hinnehmen. Speerwurf-Bronze durch Christina Obergföll (Offenburg) blieb die einzige Medaille des Teams, das ein Jahr zuvor bei der WM von Osaka noch je zweimal Gold und Silber sowie dreimal Bronze gewonnen hatte. Bei Olympia 2004 in Athen hatte es zwei Silbermedaillen gegegeben.

Die Belgierin Tia Hellebaut hat Favoritin Blanka Vlasic überraschend geschlagen und ist Hochsprung-Olympiasiegerin geworden. Hellebaut sprang in einem hochklassigen Wettkampf am Sonnabend über 2,05 Meter. Die höhengleiche Kroatin musste wegen mehr Fehlversuchen mit Rang zwei vorlieb nehmen und kassierte damit ihre erste Niederlage nach 34 Siegen nacheinander. Bronze ging an die Russin Anna Schischerowa, die 2,01 Meter übersprang.