Olympia: Medaillensegen am 15. Tag

Sabine Spitz gewinnt Gold

Die 36-jährige Mountainbikerin Sabine Spitz holte mit einem Start-Ziel-Sieg Gold. Die Gold-Favoriten Wieskötter und Rauhe konnten in ihrer Disziplin, dem Kajak-Zweier, lediglich Silber ergattern. Außerdem gab es Bronze für Gille und Wyenzek (Canadier) und für Wagner-Augustin (Einerkajak).

Peking. Die deutsche Athletin Sabine Spitz hat am 15. Tag der 29. Olympischen Spiele im Moutainbike-Rennen mit deutlichem Vorsprung die Goldmedaille gewonnen. Maja Wloszezowska aus Polen gewann mit 41 Sekunden Rückstand Silber, die Russin Irina Kalentiewa mit weiteren 36 Sekunden Abstand Bronze.

Vor vier Jahren in Athen hatte Spitz die Bronzemedaille gewonnen. Sie legte die sechs Runden entlang der 4,45 Kilometer langen Strecke in einer Stunde, 45 Minuten und elf Sekunden zurück. Fünf Meter vor dem Ziel stieg sie vom Rad und trug es über die Ziellinie. Die in Athen siegreiche Norwegerin Gunn-Rita Dahle Flesjaa stieg nach drei Runden wegen technischer Probleme aus dem Rennen aus.

Das Rennen der Männer entschied der Franzose Julien Absalon für sich. Manuel Fumic hielt sich lange in einer Verfolgergruppe, wurde aber durch einen Sturz in der letzten Runde auf Rang elf zurückgeworfen. Moritz Milatz wurde 16.

Kanuten als Medaillensammler

Silber an Ronald Rauhe/Tim Wieskötter, Bronze für Katrin Wagner-Augustin und Christian Gille/Tomasz Wylenzek: Die Kanuten waren auch bei den olympischen Regatten über 500 Meter in Peking zuverlässige Medaillensammler für die deutsche Mannschaft, doch das erhoffte Gold blieb aus.

Ronald Rauhe und Tim Wieskötter mussten sich am Sonnabend im Kajak-Zweier über 500 Meter nach Zielfoto-Entscheid den Spaniern Saul Craviotto und Carlos Perez geschlagen geben. Damit wurden sie erstmals seit ihrem dritten Platz bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 bei internationalen Titelkämpfen besiegt.

"Ich fühle mich gerade etwas hilflos. Nach dieser Siegesserie muss man das erstmal verdauen", sagte Wieskötter. Sein Partner Rauhe erklärte: "Das tut im ersten Moment ganz schön weh." Bronze sicherten sich in dem spannenden Rennen die Weißrussen Raman Piatruschenka und Wadsim Machnew. Mit Silber bescherten Rauhe/Wieskötter dem Deutschen Kanuverband die sechste Medaille bei diesen Spielen. Zuvor hatte Katrin Wagner-Augustin Bronze im Kajak-Einer über 500 Meter gewonnen.

Die Potsdamerin paddelte hinter der Silbermedaillengewinnerin Josefa Idem aus Italien und der ukrainischen Olympiasiegerin Inna Osypenko-Radomska ins Ziel. Am Vortag hatte sie mit dem Kajak-Vierer Gold über diese Distanz gewonnen. "Ich habe mich auf Platz vier gesehen, umso schöner war es dann. Ich bin superglücklich. Das ist für mich wie eine Goldene. Platz drei ist total genial", sagte sie.

Ebenfalls über Bronze konnten sich Christian Gille und Tomasz Wylenzek freuen. Einen Tag nach Silber im Canadier-Zweier über 1000 Meter gewannen die Kanuten aus Leipzig und Essen Bronze über 500 Meter. Die Chinesen Meng Guanliang und Yang Wenjun wiederholten ihren Olympiasieg von Athen 2004. Die Silbermedaille ging an die Russen Sergej Ulegin und Alexander Kostoglod.

Fanny Fischer und Nicole Reinhardt haben zum Abschluss der olympischen Kanu-Wettbewerbe eine Medaille verpasst. Die Kanutinnen aus Potsdam und Lampertheim mussten sich im Kajak-Zweier über 500 Meter mit dem vierten Platz begnügen. Gold ging im letzten Kanu-Finalrennen bei den Olympischen Spielen in Peking an Katalin Kovacs und Natasa Janic aus Ungarn. Silber sicherten sich die Polinnen Beata Mikolajczyk/Aneta Konieczna vor Marie Delattre und Anne-Laure Viard aus Frankreich.