Olympia: US-Schwimmstar weiter auf Rekord-Kurs

Zweites Gold für Michael Phelps

Der amerikanische Überschwimmer hat mit der 4x100-Meter-Freistilstaffel seine zweite Goldmedaille geholt. Aber was für andere Sportler die Krönung ihrer Laufbahn wäre; für Phelps ist es bestenfalls ein Etappenziel. Denn sein eigentliches Vorhaben klingt übermenschlich.

Peking. Der amerikanische Schwimmstar Michael Phelps hat mit der 4x100-Meter-Freistilstaffel der USA in Peking seine zweite Goldmedaille gewonnen. Er darf damit weiter auf insgesamt acht olympische Goldmedaillen hoffen, womit er den Rekord seines Landsmanns Mark Spitz brechen könnte, der sieben Mal Gold gewann.

Phelps war aber auf die Hilfe seines Landsmanns Jason Lezak als Schlussschwimmer angewiesen, der den Franzosen Alain Bernard noch auf den letzten Metern abfangen und damit die französische Staffel auf den zweiten Platz verweisen konnte. Die amerikanische Staffel gewann mit dem neuen Weltrekord von 3 Minuten, 8,24 Sekunden. Bronze ging an Australien.

Michael Phelps ist der wahrscheinlich kompletteste Schwimmer der Gegenwart und vielleicht das größte Schwimm-Talent dieses Jahrhunderts. Bereits mit 15 Jahren trat Phelps bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney als jüngstes männliches Team-Mitglied an. Fünf Monate später stellte er über 200 Meter Schmetterling einen neuen Weltrekord auf und blieb als erster Mensch dabei unter 1:55 Minuten. Mittlerweile hält der Amerikaner insgesamt zwölf Weltrekorde, viermal wurde er Weltschwimmer des Jahres, sechsmal Schwimmer des Jahres in den USA. Bereits bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen war Phelps für acht Wettbewerbe gemeldet. Schon damals hatte Phelps den Rekord von Mark Spitz im Visier. Der Rekordversuch misslang jedoch, er holte "nur" sechs Mal Gold.