Handball

HSVH trainiert nach Corona-Fällen wieder – aber ohne Bitter

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DHB-Kapitän Golla nach EM-Aus: "Blicke nach dem Turnier positiver in die Zukunft"

DHB-Kapitän Golla nach EM-Aus: "Blicke nach dem Turnier positiver in die Zukunft"

Deutschland ist bei der Handball-EM in der Hauptrunde ausgeschieden. Kapitän Johannes Golla blickt jedoch "nach dem Turnier positiver in die Zukunft als vor dem Turnier". Der Weg zur Weltspitze ist für Torhüter Johannes Bitter aber noch weit.

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Hamburgs Handballer nehmen das Training wieder auf. Torhüter und EM-Held Johannes Bitter bleibt vorerst noch freiwillig in Quarantäne.

Hamburg. Handball-Bundesligist HSV Hamburg (HSV) steigt nach eintägiger Pause wieder ins Training ein. „Zu den beiden Corona-Fällen im Team ist niemand hinzugekommen. Glücklicherweise weisen beide eine niedrige Viruslast auf und haben niemanden angesteckt. Unser Hygienekonzept hat sich bewährt“, sagte Geschäftsführer Sebastian Frecke am Mittwoch.

Die beiden betroffenen Spieler sind in Isolation. Vor dem Training am Mittwochnachmittag war ein weiterer Test angesetzt. Wegen der Corona-Fälle hatte der Aufsteiger ein für Dienstagabend geplantes Testspiel gegen Zweitligist HC Empor Rostock kurzfristig abgesagt.

HSVH: Sorge vor weiteren Corona-Auswirkungen

Frecke befürchtet, dass die Vorfälle bei der Europameisterschaft und die Omikron-Welle Einfluss auf die Mannschaften und die Fortführung der Bundesliga-Saison haben werden. Bei der EM haben sich zahlreiche Spieler infiziert und mussten aussetzen. Das deutsche Team war mit 15 positiven Fällen stark betroffen.

„Es ist ratsam, dass die Spieler behutsam in das Training zurückkehren“, betonte Frecke. Der Geschäftsführer ist aber optimistisch, dass die Meisterschaft wie geplant zu Ende gespielt wird. „Weil wir einen sehr hohen Impfstatus in der Bundesliga haben, denken wir, dass wir die Saison gut über die Bühne bringen“, sagte er.

HSVH: Bitter kehrt später ins Training zurück

Vom HSVH gehörte Johannes Bitter zur Nationalmannschaft. Der Torhüter ist bis zum Sonntag in freiwilliger Quarantäne und wird täglich getestet. In der nächsten Woche soll er ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Eine erneute Rückkehr in die deutsche Auswahl schließt der 39-Jährige derweil aus. „Ich habe im vergangenen Sommer die Entscheidung getroffen, dass Schluss ist. Ich gehe nicht davon aus, dass noch einmal solch ein verrücktes Turnier stattfindet“, sagte Bitter am Dienstagabend nach dem 30:29-Sieg im letzten EM-Spiel gegen Russland.

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Bitter schließt weiteres DHB-Comeback aus

Bitter war bei dem Turnier in Ungarn und der Slowakei noch einmal eingesprungen, weil die beiden etatmäßigen Torhüter Andreas Wolff und Till Klimpke positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Die möglichen Nachrücker Joel Birlehm und Silvio Heinevetter hatten danach aus privaten beziehungsweise gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Bitter absolvierte insgesamt fünf EM-Spiele, in denen er ein Gespann mit dem ebenfalls nachnominierten Göppinger Daniel Rebmann bildete. Für die Heimreise am Mittwoch nach Hamburg hatte der Keeper nur einen Wunsch geäußert: „Jetzt hoffen wir, dass wir alle gesund nach Hause kommen. Ich freue mich auf den negativen PCR-Test morgen früh in Deutschland.“

( dpa/HA )