Handball

Auch der HSV Hamburg kann den SC Magdeburg nicht stoppen

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Hamburgs Jan Kleineidam (l.) fand gegen Magdeburgs Deckung (r. Piotr Chrapkowski) zu selten eine Lücke.

Hamburgs Jan Kleineidam (l.) fand gegen Magdeburgs Deckung (r. Piotr Chrapkowski) zu selten eine Lücke.

Foto: Eckehard Schulz / imago images/Eibner

Der Aufsteiger unterliegt beim Tabellenführer der Handball-Bundesliga mit 26:34. Nur Johannes Bitter glänzte in der alten Heimat.

Hamburg/Magdeburg. Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin, hatte schon am Donnerstagmorgen Torsten Jansen zum 45. Geburtstag gratuliert, dem Trainer des Handball-Sport-Vereins Hamburg nicht ganz uneigennützig zwei Punkte beim SC Magdeburg gewünscht.

Aus dem Präsent wurde am Abend erwartungsgemäß nichts, zu dominant trat der Bundesliga-Tabellenführer vor 3400 Zuschauenden auf. Die Sachsen-Anhaltiner gewannen mit 34:26 (17:13) auch ihr 16. Saisonspiel, die Hamburger mussten sich damit trösten, Torhüter Johannes Bitter an dessen einstiger Wirkungssstätte für zwölf starke Paraden in 43 Minuten zu feiern.

Die letzten 17 Minuten gönnte Jansen Jens Vortmann (3 Paraden) Spielzeit. Casper Mortensen war mit sechs Toren einmal mehr bester Hamburger Werfer.

Hamburgs Handballer können Magdeburg nicht stoppen

Kreisläufer Manuel Späth hatte nach 45 Sekunden das 1:0 für den HSVH geworfen, Bitter darauf den Siebenmeter des Isländers Omar Ingi Magnusson entschärft, elf Minuten später führten die Magdeburger aber 8:4, da Magnusson (7 Tore) und Michael Damgaard (10) nun besser trafen.

Weil Bitter danach nicht zu überwinden war, glichen seine Vorderleute bis zur 20. Minute zum 8:8 ein letztes Mal aus. Die Hoffnung auf eine Überraschung zerstob indes schnell, die Magdeburger waren mit ihrem Tempospiel fortan weder von Bitter noch von der schwachen Hamburger Deckung aufzuhalten.

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Acht Tore Differenz spiegelten am Ende den individuellen und spieltaktischen Klassenunterschied zwischen einem europäischen Spitzenteam und einem Bundesliga-Aufsteiger wider. Am Montag erwarten die Hamburger vor 2500 Zuschauenden in der Sporthalle Hamburg mit dem Bergischen HC wieder einen Gegner ihrer Kragenweite.

Tore SC Magdeburg: M. Damgaard 10, O. I. Magnusson 7/3, Mertens 4, Saugstrup 4, Musche 2, O´Sullivan 2, Ph. Weber 2, Gullerud 1, G. T. Kristjansson 1, Smits 1
HSV Hamburg: Mortensen 6/3, Ossenkopp 4, F. B. Andersen 3, Weller 3, Forstbauer 2, Kleineidam 2, Schimmelbauer 2, Bauer 1, Bergemann 1, M. Späth 1, Walullin 1
Schiedsrichter: Adrian Kinzel (Bochum)/Sebastian Grobe (Bochum)
Zuschauer: 3400
Strafminuten: 2 / 8

( HA )