Handball

Gegner des HSV Hamburg musste schon dreimal in Quarantäne

Maximilian Bronner
HSVH-Trainer Torsten Jansen zeigt Mitgefühl mit den Ferndorfer Quarantäne-Spezialisten.

HSVH-Trainer Torsten Jansen zeigt Mitgefühl mit den Ferndorfer Quarantäne-Spezialisten.

Foto: Witters

Kein Handball-Zweitligist war in dieser Saison derart von Corona gebeutelt wie Ferndorf. Nun trifft der HSVH auf die Wundertüte.

Hamburg. Mitleid, sagt Torsten Jansen, sei zu viel gesagt. Und doch weiß der Trainer der Zweitligahandballer des HSV Hamburg (HSVH), dass die vergangenen Monaten für den TuS Ferndorf keine angenehmen waren. „Die Situation für Ferndorf ist sicherlich nicht einfach. So viele Wochen in Quarantäne zu sein, das Training nicht so zu gestalten, wie man sich das wünscht“, sagt Jansen vor dem Heimspiel gegen den TuS an diesem Sonntag (17 Uhr/sportdeutschland.tv).

HSVH-Gegner schon dreimal in Quarantäne

Mit insgesamt drei Teamquarantänen war kein Zweitligist in dieser Saison derart gebeutelt wie Ferndorf. Im April hatte das Team aus dem knapp 4000 Einwohner kleinen Ort aus der Nähe von Siegen gerade einmal 17 der 36 Saisonspiele absolviert. Die dritte Quarantäne, als acht Spieler positiv getestet wurden, traf den Verein besonders hart. Bis zum Saisonende spielt Ferndorf nun beinahe im Dreitagerhythmus. Da einige Spieler unter Corona-Spätfolgen leiden, wird die Spielvorbereitung auch für Jansen zur Herausforderung.

„Ich weiß nicht, wer bei Ferndorf genau spielen wird. Das zieht sich aber durch die ganze Saison – man weiß nie, was einen erwartet“, sagt der HSVH-Coach. Siege gegen Topteams wie den VfL Gummersbach oder Bayer Dormagen beweisen, dass Ferndorf besser ist, als die Tabelle vermuten lässt.

Ob Spielmacher Leif Tissier (Sprunggelenk) einsatzfähig ist, entscheidet sich wohl erst am Sonntag. Am Freitag konnte der 21-Jährige nur deutlich reduziert trainieren.