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Handballer planen am Sonntag weiter mit 650 Fans

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Ex-Profi und U-19-Trainer Stefan Schröder (39) gab zwei HSVH-Talente für die Herren frei und steht als Aushilfe bei Personalnot parat.

Ex-Profi und U-19-Trainer Stefan Schröder (39) gab zwei HSVH-Talente für die Herren frei und steht als Aushilfe bei Personalnot parat.

Foto: Witters

Zuschauerzulassung bleibt trotz Inzidenz-Wert von 36,1. Entspannt haben sich die Personalsorgen beim HSVH.

Hamburg. 650 Zuschauer sind angesagt, wenn die Zweitliga-Handballer des HSV Hamburg am Sonntag (14 Uhr/Sportdeutschland.tv) in der Sporthalle Hamburg gegen die HSG Konstanz in die Saison starten. Es wird, da die Fußball-Bundesliga in der Länderspielpause ruht, das größte Fan-Aufkommen an diesem Wochenende im Hamburger Sport sein. Von daher liegt nach dem Überschreiten der kritischen Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Hansestadt eine gewisse Brisanz auf dem Heimspiel.

36,1 ergab der Inzidenz-Wert am Donnerstag. Dennoch erhielt der HSVH vom Senat und dem Gesundheitsamt Nord positive Signale, tatsächlich Besucher in die Halle lassen zu können. „Das vom Verein vorgelegte Hygienekonzept für 650 Zuschauer ist überzeugend, und genehmigt worden. Daran hat sich nichts geändert. Es bleibt jedoch eine dynamische Entwicklung, die kurzfristig zu Änderungen führen kann“, heißt es auf Abendblatt-Nachfrage vom zuständigen Gesundheitsamt. Die Vorgaben der Handball-Bundesliga (HBL) sehen ab einem Wert von 35 zwar Geisterspiele vor. Allerdings gilt der Montag vor einem Spiel als Stichtag, und da lag der Wert in Hamburg noch bei 31,0.

Hamburger Senat kündigte zusätzliche Maßnahmen an

Der Hamburger Senat kündigte an, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 35 überschreitet. Dazu zählt die Beschränkung der Zuschauerzahl in Fußballstadien auf 1000 Personen. In Sporthallen gilt dann eine Maskenpflicht während des gesamten Spiels. Diese Regel greift laut Senat jedoch erst ab Montag.

Entspannt haben sich die Personalsorgen beim HSVH. Die beiden Mitbewohner ihres am Montag positiv getesteten Teamkollegen, der sich weitere zehn Tage in Isolation befindet, dürfen am Freitag die zunächst vorsorglich verlängerte Quarantäne verlassen und wieder trainieren. Sie hatten sich nach den fünf vorherigen Positivtests wie das gesamte Team in 14-tägiger Quarantäne befunden.

Trainer Torsten Jansen, dem nur acht Feldspieler zur Verfügung standen, zog zunächst die A-Junioren Jan Möller (Rechtsaußen) und Thore Feit (Kreis) zu den Profis hoch. Auch mit ihrem Trainer, Clublegende Stefan Schröder (Rechtsaußen), ist vereinbart, dass sich der 39-Jährige als Aushilfe bereithält. Jansen wird kurzfristig entscheiden, wie sich der Kader für Sonntag zusammensetzt.

Zweitliga-Aufsteiger Wilhelmshavener HV hat einen Insolvenzantrag gestellt und plant für die Fortsetzung des Spielbetriebs eine neue GmbH. Es droht ein Vier-Punkte-Abzug am Saisonende.

( rg/tip )