Handball

Klarer Sieg für den HSV gegen die Rhein-Neckar Löwen

Die Handballer des HSV Hamburg haben sich eindrucksvoll im Titelkampf der Bundesliga zurückgemeldet. Nach 39 Minuten betrug der HSV-Vorsprung bereits zehn Treffer (25:15).

Hamburg. Bei ihrem Pokal-Coup gegen den THW Kiel hatten die Handballer der Rhein-Neckar Löwen noch ihre Krallen gezeigt. Doch drei Tage nach dem aufsehenerregenden 32:30 beim Titelverteidiger verkamen die Mannheimer im Bundesliga-Duell mit dem HSV Hamburg zu harmlosen Schmusekätzchen. Die Hanseaten machten beim 38:25 kurzen Prozess und dürfen mit jetzt 27:7 Punkten weiter vom zweiten Titel in der Vereinsgeschichte träumen. Die Löwen dagegen haben sich mit nunmehr 25:9 Zählern vorerst aus dem Meisterrennen verabschiedet.

Der Hamburger Kapitän Pascal Hens sagte nach dem niemals gefährdeten Sieg über die Mannheimer: „Heute lief viel zusammen. Das, was wir uns im Training vorgenommen hatten, haben wir umgesetzt. Es war ein überragendes Gefühl – so, als hätte man Geburtstag.“ Ganz so euphorisch wie Hens war dessen Trainer Martin Schwalb nicht. „Wir freuen uns heute, haben aber schon die nächsten Spiele vor der Brust“, sagte der Coach der Hanseaten.

Sein Mannheimer Kollege Gudmundur Gudmundsson, der nach dieser Saison die dänische Nationalmannschaft übernehmen wird, war nach seinem letzten Bundesliga-Auftritt in der o2-World bitter enttäuscht: „Wir hatten heute einfach keine Chance und waren viel zu langsam. Vielleicht steckte das Spiel gegen Kiel noch in den Knochen.“ Löwen-Geschäftsführer Thorsten Storm ergänzte: „Wir sind vom HSV überrannt worden. Das war heute wirklich ein gebrauchter Tag.“

Entscheidenden Anteil am deutlichen Erfolg, dem die 10 251 Zuschauer auch einen würdigen Rahmen gaben, hatte HSV-Schlussmann Johannes Bitter. 39 Prozent der auf sein Tor kommenden Würfe parierte er. Das Duell mit seinem Mannheimer Gegenüber Niklas Landin gewann „Jogi“ klar. Dennoch blieb der 2,05-Meter-Mann bescheiden: „Heute haben wir alle unseren Job gemacht.“

Linksaußen Torsten Jansen, der mit einem sehenswerten Kempa-Tor für den 38:25-Endstand gesorgt hatte, schaute schon voraus: „Unser Blick muss sich jetzt auf Lübbecke richten“, forderte der Weltmeister von 2007, der einen Tag vor Heiligabend seinen 37. Geburtstag feiert. Auf den HSV warten mit den Spielen am Mittwoch beim TuS N-Lübbecke und am kommenden Sonntag gegen den Bergischen HC zwei vermeintlich leichte Aufgaben.

Allerdings gab es in den vergangenen drei Spielzeiten in Lübbecke nur einen Sieg und das Hinspiel gegen den Bergischen HC war am Saisonbeginn mit 27:34 verloren wurden. In beiden Partien dürfen die Hanseaten nicht stolpern, wenn sie am zweiten Weihnachtsfeiertag beim THW Kiel noch stärker in den Titelkampf eingreifen wollen.

Die Statistik

Tore: Duvnjak (8), Lindberg (8/5), Lackovic (4), Hansen (4), Hens (4) Canellas (3), Pfahl (3), Jansen (2), Dominikov (1), Flohr (1) für Hamburg

Zuschauer: 10.251