FC St. Pauli

Oke Göttlich greift Entscheidung zu One-Love-Binde scharf an

Der Präsident des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli: Oke Göttlich.

Der Präsident des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli: Oke Göttlich.

Foto: Michael Schwartz/dpa

St. Paulis Präsident positioniert sich zur Entscheidung des DFB bei der WM in Katar. Dabei wählt er besonders drastische Worte.

Hamburg. Oke Göttlich, Vereinspräsident des FC St. Pauli, hat sich am Dienstagabend zur Entscheidung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), bei der WM in Katar auf die One-Love-Kapitänsbinde zu verzichten, klar positioniert. „Bereits die Diskussion über die One-Love-Armbinde zeigt, wie grundlegend falsch die Vergabe der WM 2022 durch den Weltfußballverband war“, sagte Göttlich in einem Statement, das der Hamburger Fußball-Zweitligist veröffentlichte.

Am Dienstagvormittag war zuvor bekannt geworden, dass DFB-Kapitän Manuel Neuer beim deutschen Auftaktspiel gegen Japan am Mittwoch (14 Uhr) auf die bunte Armbinde, die für Solidarität, Toleranz und Vielfalt stehen soll, auf Druck der FIFA verzichtet. Zuvor hatte der Weltverband offenbar scharfe Sanktionen angedroht.

One-Love-Binde: Scharfe Kritik von St. Paulis Oke Göttlich

„Nun missbraucht die FIFA auch noch ihre Macht, setzt mehrere Verbände massiv unter Druck, um ein Zeichen für Diversität zu verhindern. Das ist die endgültige Bankrotterklärung für einen Fußball, dessen Regeln nach Gutsherrenart von der FIFA diktiert werden“, sagte der Vereinspräsident weiter. „Viele Fans haben sich längst mit Grausen von diesem Fußball abgewandt. Sicherlich werden auch bald Sponsoren und Partner folgen.“ Der FC St. Pauli stehe weiterhin für einen anderen, solidarischen und gerechten Fußball.

Am Ende seines Statements verurteilt Göttlich die Weltmeisterschaft noch einmal grundsätzlich. Sie werde „als eine WM der Schande in die Geschichte eingehen“.

( bron )

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