FC St. Pauli

VfB Stuttgart entschuldigt sich für sexistisches Transparent

Der Fanblock des VfB Stuttgart beim Spiel gegen den FC St. Pauli am Millerntor – mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde dort auch Pyrotechnik abgebrannt.

Der Fanblock des VfB Stuttgart beim Spiel gegen den FC St. Pauli am Millerntor – mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde dort auch Pyrotechnik abgebrannt.

Foto: Witters

Fans der Schwaben hatten im Spiel am Millerntor ein Spruchband gegen den Anhang des Kiezclubs ausgerollt. VfB-Boss schämt sich.

Hamburg/Stuttgart. Das Duell zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart (1:1) war nicht nur eines auf dem Rasen, sondern auch eines auf den Tribünen. In den jeweiligen Fanblöcken des Millerntor-Stadions wurden während des Zweitligaspiels am Sonnabend allerhand Spruchbanner ausgerollt.

Vor allem eines der Transparente sorgte im Nachgang bei den Verantwortlichen der Gäste für derart große Schamgefühle, dass diese sich zu einer Entschuldigung genötigt sahen.

VfB Stuttgart entschuldigt sich für Sexismus

Jedenfalls distanzierte sich der VfB am Montag von beleidigenden Transparenten seiner Fans. Diese hatten in der zweiten Hälfte ein Banner mit "sexistischem und beleidigendem Inhalt gezeigt", das sich gegen St. Paulis Anhang richtete.

"Derartige Aktionen sind absolut indiskutabel und mit den Werten des VfB Stuttgart nicht vereinbar“, hieß es in der Mitteilung des Aufstiegsanwärters. Bereits im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim seien Fans zuvor ähnlich auffällig geworden.

Stuttgarts Präsident: "VfB steht für Vielfalt"

"Der VfB steht für Vielfalt und Toleranz und gegen Sexismus und Diskriminierung. Im Namen aller VfBler entschuldigen wir uns nochmals", schrieb VfB-Präsident Claus Vogt auf Twitter. Der Club will beiden Fällen nachgehen und sie nicht auf sich beruhen lassen.

Nach dem Spiel in Hamburg hatte sich auch St. Pauli via Twitter entschuldigend bei den Schwaben gemeldet – in dem Fall allerdings aufgrund des Kieferbruchs des Profis Marc Oliver Kempf, den sich der VfB-Kapitän in einem Zweikampf mit Kiezkicker Ryo Miyaichi zugezogen hatte.